Keinen Bock auf Schule


 

Das ist ein Thema, welches in meiner Praxis häufig vorkommt. Gerade vor den Herbstferien scheint der erste Elan der Sommerferien aufgebraucht und Kinder, wie Jugendliche haben einfach keinen echten Antrieb mehr.
Meist belastet es die ganze Familie, insbesondere dann, wenn schlechte Noten mit einhergehen.

Frage ich diese Kinder, warum sie zur Schule gehen. So erhalte ich meist die Antwort: „Weil ich muss!“

 

Vielleicht denken Sie jetzt insgeheim: “Das Leben ist nun einmal kein Ponyhof und jeder muss seine Pflicht erfüllen. Ich muss schließlich auch arbeiten gehen.“
Hier lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. Fragen Sie sich doch einmal, warum Sie arbeiten gehen. Vielleicht genießen Sie die Anerkennung, die Sie erhalten. Vielleicht haben Sie Angst vor einem sozialen Abstieg. Vielleicht macht Ihnen Ihre Arbeit einfach Freude. Die Motive können sehr unterschiedlich sein und es lohnt sich für jeden genauer hinzusehen, warum er etwas tut oder eben auch nicht. Denn ohne Motive, also ohne Beweggründe, gibt es keine Motivation.

Motive lassen sich stets auf zwei grundsätzliche Antriebe zurückführen: Weg von etwas, was mir im weitesten Sinne Angst macht, oder hin zu etwas, was mir Freude bereitet. Diese Antriebe führen dazu, dass wir selbst Dinge, die wir nicht gerne machen, erledigen und unseren inneren Schweinehund überwinden. So erledigen wir dann doch irgendwann die unliebsame Steuererklärung, entweder weil wir uns auf die Rückzahlung freuen oder weil wir Angst vor Sanktionen haben.

Und so wie es uns geht, so geht es auch unseren Kindern. Sind die Beweggründe nicht stark genug oder gar nicht vorhanden, siegt unserer innerer Schweinehund. So verwundert es nicht, dass manch ein Jugendlicher kurz vor den Zeugnissen zur Höchstform aufläuft und sich fast zu einem fleißigen Schüler entwickelt. Die Angst sitzen zu bleiben, von den Freunden getrennt zu werden, vor der möglichen Blamage ist stärker als die Unlust.
Nach den Ferien aber ist alles wieder beim Alten. Und nun???Nehmen Sie sich jetzt die Zeit und setzen Sie sich mit Ihrem Kind in Ruhe hin und überlegen Sie gemeinsam, was bei Ihrem Kind die größten Motivationskiller sind. Seien Sie offen, hören Sie Ihrem Kind zu und vor allem bewerten Sie die Aussagen Ihres Kindes nicht. Überlegen Sie dann gemeinsam, wie sie diese Motivationskiller abschwächen, beseitigen oder überlisten können. Hat Ihr Kind z.B. Angst durch das Lernen keine Zeit mehr für den geliebten Sport oder die Freunde zu haben, so nehmen Sie dies Ernst und überlegen gemeinsam wie beides zusammen funktionieren kann.

Bitten Sie dann Ihr Kind sich zu überlegen, was gute Gründe für die Schule und für das Lernen sind. Geben Sie die Gründe nicht vor. Denn was gute Gründe für Sie sind, muss noch lange nicht für Ihr Kind gelten und würde so auch nicht motivierend wirken. Fällt Ihrem Kind nichts ein, versuchen Sie es mit offenen und wertfreien Fragen auf eigene Ideen zu bringen. Die Ergebnisse sollte ihr Kind aufschreiben oder malen, so hat Ihr Kind die Möglichkeit immer wieder einen Blick darauf zu werfen. Setzen Sie sich in der darauffolgenden Zeit regelmäßig zusammen, um zu schauen wie sich die Motivation entwickelt.

Und: Erfolge, auch die kleinen, dürfen gefeiert werden. Überlegen Sie sich kleine Überraschungen. Je überraschender und unerwarteter diese Anerkennung ist, desto wirksamer ist sie für das nächste Mal.
Denn Erfolg und Anerkennung ist ein starker Motivator.

 

Autoreninfo:

Theresia Wagner ist IPE-Kinder- und Jugendcoach und zertifiziert nach  den IPE-Qualitätsrichtlinien.
Ihre Praxis für das IPE-Kinder- und Jugendcoaching befindet sich in Mönchengladbach.

Wenn Sie effiziente und nachhaltige Unterstützung für Ihr Kind suchen, können Sie Frau Wagner wie folgt erreichen:

Kinder- und Jugendcoaching Mönchengladbach, Therese Wagner
Flachsbleiche 66, Mönchengladbach

Tel:    02161/9456539
Mail:  T.Wagner@potenzial-training.de
Web:  http://www.potenzial-training.de/wagner

 

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