Bildung und Entfaltung: gegensätzliche Extreme?


Das Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland steht vor immensen Herausforderungen. Alleine die Tatsache, dass 16 Bundesländer mit circa 34.000 Schulen in ihrer Bildungspolitik nahezu autark sind, veranschaulicht, dass einheitliche Regelungen innerhalb des Schulwesens nur mühsam durchzusetzen sind. Dies wird unter anderem an der Einführung des G8-Gymnasiums deutlich.

Während einige Bundesländer die Umstellung auf das Abitur nach 12 Jahren bereits vollzogen haben, sehen sich die Verbleibenden diesem Prozess noch gegenüber. Ausgelöst durch anhaltende Proteste der Bevölkerung, überlassen nunmehr einige Bundesländer den Schülern die Wahl, sich zwischen den verschiedenen Laufbahnen entscheiden zu können.
Jedoch warten noch weitaus gewichtigere Probleme auf eine zeitnahe und praktikable Lösung: Chancengleichheit im Bildungswesen, Sicherung der Unterrichtsqualität, Lernen für nachhaltige Entwicklung, Informationsgesellschaft und Neue Medien, Bildung und Migration oder die Förderung von Innovation und Kreativität sind einige, der in diesem Zusammenhang zu nennenden Schlagworte.
Dabei sehen viele Politiker die Anhebung des Bildungsetats als allumfassende Antwort auf die ausstehenden Aufgaben. Und tatsächlich liegt die Bundesrepublik Deutschland mit ihren Ausgaben für Bildung weit unter dem Durchschnitt der sogenannten OECD-Staaten (vgl. auch hierzu: Angaben des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden).

Für viele Schülerinnen und Schüler aber werden die meisten der noch zu entwickelnden, parlamentarischen Lösungen kaum etwas bringen. Denn neben der Erreichung eines gemeinsamen, politischen Willens, und der Bereitstellung dringend notwendiger Mittel, benötigt die Umsetzung an den Schulen vor allem eines: Zeit.

Wie kann es jedoch schon heute gelingen, dass junge Menschen von einer Bildung profitieren können, von der es heißt, dass sie für das Leben sei? Wie können Schulen ihrem Auftrag trotz enger Budgets besser gerecht werden? Wie können Eltern, Lehrer und Erzieher nachhaltig Einfluss auf die Vermittlung von Lehrinhalten und einer unterstützenden Kreativität einwirken? Vor allem aber, wie kann es gelingen, (neuro-) wissenschaftliche Erkenntnisse mit moderner Didaktik zu kombinieren?
Antworten und eine gehörige Portion Inspiration soll das Mittagsgespräch des Instituts für Potenzialentfaltung geben. Hierzu sind die Leiterin und stellvertretende Geschäftsführerin des Zentrums für Hochschullehre, Frau Dr. Claudia Bendick, der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Karl Schiewerling und MdB Christoph Strässer (SPD) der Einladung des Instituts für Potenzialentfaltung gefolgt.
„Es geht zunächst darum, einen Akzent zu setzen, der innerhalb der Bildungslandschaft – im öffentlichen, wie auch im privaten Sektor – zur Anwendung kommen kann“, erklärt Daniel Paasch, Gründer des IPE. Dabei führt er weiter aus: „Wir verstehen unser Wirken mit den Schülerinnen und Schülern insgesamt als sehr praxisnah und lösungsorientiert. Daher sehen wir unsere Aufgabe auch darin, gesamtgesellschaftlich umsetzbare Modelle zu entwickeln, die in ihrer Tragweite heute wie auch in Zukunft richtungsweisend sind.“

Die freie Journalistin und Moderatorin des WDR Daniela Ziemann wird am 11. April 2013, in den Räumlichkeiten des Instituts für Potenzialentfaltung, das Mittagsgespräch im Rahmen des IPE-Jahrestreffens begleiten.

 

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